Intime Aufnahmen im Internet: Diskrete Soforthilfe, Schritt für Schritt
Wenn Sie diese Seite lesen, ist vermutlich etwas passiert, das niemandem passieren sollte: Intime Bilder oder Videos von Ihnen sind im Umlauf, veröffentlicht von einem Ex-Partner, geteilt in einer Gruppe, oder jemand droht damit und verlangt Geld. Zwei Dinge vorab, weil sie in diesem Moment am wichtigsten sind: Sie tragen keine Schuld an dem, was ein anderer mit Ihren Aufnahmen tut. Und Sie sind dem nicht ausgeliefert. Die Verbreitung intimer Aufnahmen ohne Einwilligung ist strafbar, die Inhalte lassen sich in den meisten Fällen entfernen, und gegen Erpressung gibt es wirksamere Mittel als zu zahlen. Alles Weitere auf dieser Seite behandeln wir so, wie wir jedes dieser Mandate behandeln: absolut vertraulich.
Intime Aufnahmen im Internet?
Vertraulich sprechen, sofort handeln.
Sie erreichen uns direkt und diskret, ohne Umweg über ein Sekretariat und auf Wunsch zunächst anonym. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was sofort zu tun ist: Welche Inhalte wo liegen, welche Löschwege am schnellsten wirken und wie wir bei einer Erpressung reagieren. Wie wir Betroffene beim Schutz des Persönlichkeitsrechts vertreten, zeigt unsere Seite für Privatpersonen.
Inhalt dieser Seite
- Die drei wichtigsten Schritte jetzt
- Wenn Sie erpresst werden
- Ihre Rechte: Was Täter erwartet
- So lassen wir Inhalte entfernen
- Häufige Fragen
Die drei wichtigsten Schritte jetzt
Erstens: Sichern Sie Beweise, bevor Sie irgendetwas melden. Screenshots der Inhalte, der Profile und der Nachrichten, jeweils mit sichtbarer URL und Datum. Das kostet Überwindung, ist aber die Grundlage für alles Weitere, denn gelöschte Chats und verschwundene Accounts lassen sich später kaum rekonstruieren. Zweitens: Antworten Sie dem Täter nicht mehr, und löschen Sie den Chatverlauf nicht. Jede weitere Reaktion, ob Flehen oder Drohung, gibt ihm Kontrolle; der unangetastete Verlauf dagegen belegt sein Verhalten. Drittens: Holen Sie sich Unterstützung, statt es allein zu tragen. Rechtlich, und wenn Sie mögen, auch persönlich durch einen Menschen, dem Sie vertrauen. Scham ist die stärkste Waffe der Täter. Sie verliert ihre Wirkung in dem Moment, in dem Sie sich Hilfe holen.
Wenn Sie erpresst werden
Bei der sogenannten Sextortion droht jemand mit der Veröffentlichung und fordert Geld oder weitere Aufnahmen. Hier gilt eine klare Regel: Zahlen Sie nicht. Die Erfahrung zeigt, dass Zahlungen die Forderungen nicht beenden, sondern bestätigen, dass die Drohung wirkt; häufig folgt die nächste Forderung. Stattdessen: Beweise sichern, Kontakt beenden, Konten absichern und die Erpressung anzeigen. Sie ist eine Straftat, unabhängig davon, wie die Aufnahmen entstanden sind. Parallel bereiten wir die zivilrechtliche Seite vor und melden die Inhalte präventiv bei den relevanten Plattformen, damit eine Veröffentlichung möglichst schnell wieder verschwindet, falls der Täter seine Drohung wahr macht. In vielen Fällen bleibt es bei der Drohung, wenn der Täter merkt, dass sein Druckmittel nicht mehr funktioniert.
Ihre Rechte: Was Täter erwartet
Das Gesetz ist auf Ihrer Seite. Die Herstellung und Verbreitung von Bildaufnahmen aus dem höchstpersönlichen Lebensbereich ohne Einwilligung ist nach § 201a StGB strafbar; hinzu kommen je nach Fall Beleidigungsdelikte, Nötigung und Erpressung. Zivilrechtlich bestehen Ansprüche auf Unterlassung, Löschung und Auskunft. Bei der Verbreitung intimer Aufnahmen kommt regelmäßig auch eine Geldentschädigung hinzu, denn die Rechtsprechung wertet diesen Eingriff als besonders schwerwiegend. Wichtig zu wissen: Dass Sie die Aufnahmen ursprünglich freiwillig gemacht oder verschickt haben, ändert daran nichts. Die Einwilligung in die Aufnahme ist keine Einwilligung in die Verbreitung.
So lassen wir Inhalte entfernen
Die Entfernung läuft auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Plattformen wie Instagram, TikTok oder Pornoseiten haben für intime Aufnahmen ohne Einwilligung beschleunigte Meldeverfahren, die wir mit anwaltlichem Nachdruck nutzen. Das wirkt meist deutlich schneller als eine private Meldung. Parallel sorgen wir dafür, dass die Inhalte aus der Google-Suche verschwinden, damit sie über Ihren Namen nicht auffindbar sind. Gegen den Täter selbst setzen wir Unterlassung und Löschung durch, bei Bedarf im gerichtlichen Eilverfahren, und verfolgen die Geldentschädigung. Tauchen Kopien erneut auf, greifen die einmal erwirkten Titel auch dagegen. Wurden neben intimen Aufnahmen auch andere Bilder von Ihnen ungefragt veröffentlicht, finden Sie ergänzende Informationen auf der Seite Foto ohne Erlaubnis im Internet.
What you should know
Häufige Fragen zu intimen Aufnahmen im Internet
Muss ich zur Polizei, oder reicht der zivilrechtliche Weg?
Beides hat seine Funktion: Die Strafanzeige setzt Ermittlungsdruck und kann helfen, anonyme Täter zu identifizieren; der zivilrechtliche Weg entfernt die Inhalte und sichert Ihre Ansprüche. Wir besprechen im Erstgespräch, welche Kombination in Ihrem Fall sinnvoll ist. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.
Erfährt jemand davon, wenn ich Sie beauftrage?
Nein. Wir unterliegen der anwaltlichen Verschwiegenheit, kommunizieren ausschließlich über die von Ihnen gewünschten Wege und führen Verfahren, wo möglich, ohne dass Ihr Umfeld davon Kenntnis erhält.
Die Aufnahmen liegen auf einer ausländischen Seite. Geht trotzdem etwas?
In den meisten Fällen ja. Große Plattformen reagieren unabhängig vom Serverstandort auf qualifizierte Meldungen, und über die Auslistung aus Suchmaschinen lässt sich die Auffindbarkeit auch dann drastisch reduzieren, wenn ein Hoster nicht kooperiert.
Was ist, wenn die Aufnahmen gefälscht sind?
Auch künstlich erzeugte intime Darstellungen, sogenannte Deepfakes, verletzen Ihr Persönlichkeitsrecht und sind angreifbar. Für diese Fälle haben wir die Informationen auf der Seite Deepfakes und KI-Fälschungen zusammengestellt.
Sie müssen das nicht allein regeln. Melden Sie sich vertraulich, wir kümmern uns um den Rest.
